Geotechnik in Ludwigshafen

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Der Rhein formt den Untergrund in Ludwigshafen seit Jahrtausenden. Die mächtigen quartären Sedimente der Rheinniederung stellen Bauherren und Planer vor besondere Herausforderungen: Wechsellagerungen aus sandigen Kiesen und setzungsempfindlichen Auelehmen sind hier eher die Regel als die Ausnahme. Eine fundierte bodenmechanische Untersuchung ist deshalb kein Verwaltungsakt, sondern die Grundlage jeder wirtschaftlichen Gründung. Wir ermitteln mit direkten Aufschlüssen und Laboranalysen, wie sich der Baugrund unter Last tatsächlich verhält – von der BASF-Werkserweiterung bis zum Wohnungsbau in Friesenheim. Die Korngrößenverteilung der Rheinsande analysieren wir dabei genauso präzise wie die Konsistenz der Hochflutlehme, um Setzungsprognosen zu erstellen, auf die Sie sich verlassen können.

In der Rheinebene entscheiden oft wenige Meter Bodenprofil über die Wahl zwischen Flach- und Tiefgründung.
Geotechnik in Ludwigshafen
Technisches Referenzbild — Ludwigshafen

Vorgehen und Leistungsumfang

Ludwigshafen liegt auf rund 95 Metern über NHN, doch die Tragfähigkeit des Baugrunds variiert auf kürzester Distanz erheblich. In den rheinnahen Stadtteilen wie Mundenheim oder Rheingönheim treffen wir häufig auf gering tragfähige Auelehme, während in höher gelegenen Bereichen wie Ruchheim bereits die Terrassenkiese des Oberrheingrabens anstehen. Unsere bodenmechanische Untersuchung kombiniert Feldversuche mit darauf abgestimmten Laboranalysen: Im Labor bestimmen wir die Atterberg-Grenzen, um das Verformungsverhalten bindiger Schichten zu klassifizieren, und führen Triaxialversuche durch, wenn der Spannungszustand unter schweren Fundamenten genau modelliert werden muss. Die Ergebnisse fließen direkt in die Gründungsberatung ein und vermeiden teure Überdimensionierung bei gleichzeitig hoher Sicherheit.

Örtliche Baugrundfaktoren

Die DIN 4020 schreibt für Baumaßnahmen in Ludwigshafen eine sorgfältige Baugrunderkundung vor – und das aus gutem Grund. Die Hochwasserstände des Rheins beeinflussen den Grundwasserspiegel in weiten Teilen des Stadtgebiets saisonal stark. Wer die Auftriebs- und Strömungskräfte nicht durch eine bodenmechanische Untersuchung erfassen lässt, riskiert nicht nur ungleiche Setzungen, sondern im Extremfall hydraulischen Grundbruch in der Baugrube. Hinzu kommt die seismische Aktivität des Oberrheingrabens: Auch wenn starke Beben selten sind, verlangt die DIN EN 1998-5 eine Bewertung des Verflüssigungspotenzials locker gelagerter Rheinsande. Ein unzureichendes Baugrundgutachten kann Bauverzögerungen von mehreren Monaten und Kostensteigerungen im fünfstelligen Bereich nach sich ziehen – ganz abgesehen von der Haftungsfrage bei Schäden am Nachbarbestand.

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Erklärvideo

Technische Daten

ParameterTypischer Wert
Aufschlusstiefe (Rammsondierung DPH)bis 15 m unter GOK
Bohrverfahren LockergesteinTrockenbohrung, Rammkernbohrung
Bestimmte Kennwerteφ', c', E_s, γ, k_f
Setzungsberechnung nachDIN 4019, EC 7 (EN 1997-1)
Probenahme bindige BödenAusstechzylinder, SPT nach DIN EN ISO 22476-3
LaborversucheKörnungslinie, Glühverlust, Rahmenscherversuch

Zugehörige Fachleistungen

01

Baugrunderkundung und Schichtenverzeichnis

Maschinelle Kleinbohrungen und Rammsondierungen zur Aufnahme des Schichtprofils nach DIN EN ISO 14688. Einschließlich detailliertem Schichtenverzeichnis und fotografischer Dokumentation jeder Kernkiste.

02

Laborversuche und Kennwertermittlung

Bestimmung von Kornverteilung, Konsistenzgrenzen, Wasseraufnahmevermögen und Scherparametern in unserem geotechnischen Labor. Alle Versuche laufen nach den relevanten DIN- und EN-Normen.

03

Gründungsgutachten mit Setzungsprognose

Auswertung der Feld- und Laborergebnisse zu einem prüffähigen Bericht. Enthält Bodenklassifikation, Homogenbereiche, Gründungsempfehlung und numerische Setzungsberechnung für Ihr konkretes Bauwerk.

Geltende Normen

DIN 4020: Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, Eurocode 7 (EN 1997-1): Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik, DIN EN ISO 22475-1: Probenentnahme durch Bohrverfahren und Aushub, DIN EN ISO 17892: Laborversuche an Bodenproben (Reihe)

Häufige Fragen

Welche Untergrundverhältnisse sind typisch für Ludwigshafen?

Wir sehen überwiegend quartäre Lockergesteine: Auelehme und -tone mit steifplastischer Konsistenz über Terrassensanden und -kiesen. Der Grundwasserflurabstand liegt je nach Rheinnähe zwischen 2 und 6 Metern. Vereinzelt treten anthropogene Auffüllungen aus der langen Industriegeschichte der Stadt auf.

Mit welchen Kosten muss ich für ein Baugrundgutachten in Ludwigshafen rechnen?

Eine bodenmechanische Untersuchung mit zwei bis drei Aufschlusspunkten und Standard-Laborprogramm liegt je nach Umfang zwischen €2.440 und €5.360. Der genaue Betrag hängt von der Anzahl der Sondierungen, der Bohrtiefe und den erforderlichen Spezialversuchen ab.

Wie lange dauert eine bodenmechanische Untersuchung?

Die Feldarbeiten sind meist an einem Tag abgeschlossen. Die Laborversuche benötigen, abhängig vom Umfang, zwischen fünf und zehn Werktagen. Das vollständige Gründungsgutachten liegt Ihnen in der Regel 14 Tage nach Auftragserteilung vor.

Brauche ich für jedes Bauvorhaben eine bodenmechanische Untersuchung?

Rechtlich vorgeschrieben ist sie nach Bauordnung und DIN 4020 immer dann, wenn die Standsicherheit rechnerisch nachzuweisen ist. Bei Einfamilienhäusern reicht oft ein eingeschränktes Programm. Für Mehrfamilienhäuser, Gewerbebauten oder Bauwerke mit Unterkellerung in Rheinnähe empfehlen wir dringend den vollen Umfang.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Ludwigshafen und Umgebung.

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