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Bemessung flexibler Fahrbahnen in Ludwigshafen: Verkehrsflächen mit Asphaltschicht nach RStO

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Wenn der Dynapac-Walzenzug auf der Baustraße im Ludwigshafener Norden auffährt, zeigt sich, ob die zuvor berechnete Schichtdicke hält – oder ob die Tragschicht unter der Last nachgibt. Wir kommen mit dem leichten Fallgewichtsgerät direkt auf die verdichtete Planumsebene und messen den Ev2-Wert in Echtzeit. Ludwigshafen mit seinen rund 170.000 Einwohnern liegt auf quartären Rheinkiesen und -sanden, die stellenweise von Auelehmen überdeckt sind – ein heterogener Baugrund, der bei flexiblen Fahrbahnbefestigungen eine sorgfältige Abstimmung von Asphaltdecke, Tragschicht und Frostschutz erfordert. Vom Containerterminal der BASF-Logistikflächen bis zur neuen Erschließungsstraße in Rheingönheim: Die Kenntnis der lokalen Tragfähigkeitsreserven entscheidet über die Lebensdauer der Fahrbahn. Wo der Untergrund zu weich ist, kombinieren wir die Fahrbahnbemessung mit einer Bodenverfestigung durch Rüttelverdichtung oder einem Bodenaustausch, bevor die erste Kiesschicht eingebaut wird.

Eine flexible Fahrbahn lebt von der Qualität des Untergrunds – in Ludwigshafen entscheidet der Ev2-Wert auf dem Planum, ob die Straße 15 oder 30 Jahre hält.

Vorgehen und Leistungsumfang

Ein typischer Fall aus der Praxis: Auf einem Erweiterungsgelände eines Logistikzentrums in der Nähe des Rheinhafens standen nach dem Oberbodenabtrag schluffige Auelehme mit Steifemoduln unter 15 MN/m² an. Die geplante Belastung durch 40-Tonnen-Sattelzüge im Tag-und-Nacht-Betrieb wäre damit ohne Ertüchtigung des Untergrunds nicht realisierbar gewesen. Der Bauherr erhielt von uns eine mehrstufige Bemessung: 15 cm Bodenverfestigung mit Kalk-Zement-Gemisch, darauf 35 cm Frostschutzschicht 0/45, 15 cm Asphalttragschicht AC 32 TS und 4 cm Asphaltdeckschicht AC 11 DS – alles abgestimmt auf die Belastungsklasse Bk100 gemäß RStO 12. Die Ev2-Werte auf dem Planum stiegen nach der Behandlung von 18 MN/m² auf über 70 MN/m². Bei beengten Platzverhältnissen, etwa in innerstädtischen Ludwigshafener Baulücken, ergänzen wir die Standardbemessung durch einen Plattendruckversuch auf jeder eingebauten Lage, um Verdichtungsgrad und Verformungsmodul lückenlos zu dokumentieren. Die Asphalteinbautemperatur überwachen wir mit Infrarot-Thermometern auf mindestens 150 °C an der Einbaubohle.
Bemessung flexibler Fahrbahnen in Ludwigshafen: Verkehrsflächen mit Asphaltschicht nach RStO
Technisches Referenzbild — Ludwigshafen

Örtliche Baugrundfaktoren

Ein Klassiker, den wir immer wieder in Ludwigshafen sehen: Der Bauunternehmer verzichtet auf den Plattendruckversuch auf dem Planum und baut die Frostschutzschicht blind ein – nach sechs Monaten zeigen sich dann Setzungsmulden und Spurrinnen in der Asphaltdecke, weil das Planum unter Verkehrslast nachgibt. Die Sanierungskosten übersteigen die gesparten Prüfkosten oft um das Zehnfache. Ein zweiter häufiger Fehler: Die Frostschutzschicht wird mit recyclingfähigem Material eingebaut, das nicht den Anforderungen der TL SoB-StB entspricht; die Folge sind Kornumlagerungen und Tragfähigkeitsverluste nach dem ersten Frost-Tau-Wechsel. In den Niederterrassenkiesen des Rheingrabens scheint der Untergrund oft tragfähiger, als er tatsächlich ist, weil dünne Schlufflinsen unter der sandig-kiesigen Matrix die Drainage blockieren. Wir führen vor der Bemessung immer eine Baugrunderkundung mit Rammsondierung durch, um solche Inhomogenitäten zu erkennen und die Dicke der Frostschutzschicht entsprechend anzupassen.

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Technische Daten

ParameterTypischer Wert
BemessungsverfahrenRStO 12, FGSV 488, RDO Asphalt 09
Belastungsklassen nach RStOBk0,3 bis Bk100 (Schwerverkehr)
Asphalttragschichtdicke (Bk100)12 – 18 cm AC 32 TS / AC 22 TS
Asphaltdeckschichtdicke3,5 – 4,5 cm AC 11 DS / SMA 8 S
Frostschutzschicht (FSS)mind. 35 cm, abgestuft nach TL SoB-StB
Geforderter Ev2-Wert Planum≥ 45 MN/m² (Bk100), ≥ 100 MN/m² OK FSS
Prüfverfahren VerdichtungPlattendruckversuch nach DIN 18134
FrostempfindlichkeitsklasseF1 (nicht frostempfindlich) bis F3 (sehr frostempfindlich)

Zugehörige Fachleistungen

01

Baugrunderkundung und Klassifizierung

Rammsondierungen und Schürfgruben zur Bestimmung von Schichtaufbau, Tragfähigkeit und Frostempfindlichkeitsklasse des Untergrunds nach ZTV E-StB.

02

Bemessung nach RStO und rechnerischer Nachweis

Ermittlung der Belastungsklasse, Dimensionierung von Frostschutz-, Trag- und Deckschicht sowie rechnerischer Nachweis nach den Richtlinien der FGSV.

03

Eigenüberwachung und Kontrollprüfungen

Plattendruckversuche auf Planum und Frostschutzschicht, Temperaturüberwachung beim Asphalteinbau, Dichtemessung und Ebenheitskontrollen nach ZTV Asphalt-StB.

Geltende Normen

RStO 12 – Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen, ZTV Asphalt-StB 07/13 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für den Bau von Verkehrsflächenbefestigungen aus Asphalt, DIN EN 1997-1:2014-03 – Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik, TL SoB-StB – Technische Lieferbedingungen für Baustoffgemische zur Herstellung von Schichten ohne Bindemittel im Straßenbau, DIN 18134 – Plattendruckversuch (Tragfähigkeitsmessung)

Häufige Fragen

Was kostet die Bemessung einer flexiblen Fahrbahn in Ludwigshafen?

Die Kosten für die Bemessung einer flexiblen Fahrbahn in Ludwigshafen liegen je nach Streckenlänge und erforderlichem Prüfumfang zwischen 1.380 und 4.650 Euro. Das beinhaltet die Baugrunderkundung, die Dimensionierung nach RStO und die Kontrollprüfungen während des Einbaus. Der genaue Preis hängt von der Belastungsklasse und der Anzahl der Plattendruckversuche ab.

Welche Belastungsklasse gilt für eine Industriestraße mit Schwerverkehr?

Für Industriestraßen mit 40-Tonnen-Lkw und täglichem Schwerverkehr, wie wir sie häufig in den Logistikzonen von Ludwigshafen antreffen, wird in der Regel Belastungsklasse Bk100 nach RStO 12 angesetzt. Bei geringerem Verkehrsaufkommen, etwa auf Zufahrtsstraßen zu Wohngebieten, kann Bk32 oder Bk10 ausreichend sein. Maßgeblich ist die äquivalente 10-Tonnen-Achslastübergangszahl über die Nutzungsdauer.

Warum ist der Plattendruckversuch auf dem Planum so wichtig?

Der Plattendruckversuch nach DIN 18134 misst den Verformungsmodul Ev2 des Untergrunds – den wichtigsten Kennwert für die Tragfähigkeit einer flexiblen Fahrbahn. In Ludwigshafen mit seinen heterogenen Rheinkiesen und Auelehmen kann der Ev2-Wert innerhalb weniger Meter stark schwanken. Ohne diese Prüfung riskiert man Setzungen und Spurrinnen, die eine komplette Erneuerung der Asphaltdecke erforderlich machen.

Welche Asphaltmischungen setzen Sie in Ludwigshafen ein?

Für Tragschichten verwenden wir je nach Belastung AC 32 TS oder AC 22 TS, für Deckschichten AC 11 DS oder Splittmastixasphalt SMA 8 S. Bei hohen Scherbeanspruchungen, etwa in Busbuchten oder engen Kurvenradien im Stadtgebiet Ludwigshafen, setzen wir polymermodifizierte Bindemittel (PmB) ein, die eine höhere Standfestigkeit bieten. Die genaue Mischgutart legen wir in Abstimmung mit den TL Asphalt-StB fest.

Wie tief muss die Frostschutzschicht in Ludwigshafen sein?

Ludwigshafen liegt in Frosteinwirkungszone II mit einer Mindestdicke der Frostschutzschicht von 55 cm bei frostempfindlichem Untergrund (F2/F3). Bei günstigeren Verhältnissen (F1, nicht frostempfindlicher Rheinkies) kann die Dicke auf 35 cm reduziert werden. Wir ermitteln die Frostempfindlichkeitsklasse vorab durch Sieblinienbestimmung des anstehenden Bodens.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Ludwigshafen und Umgebung.

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