Ludwigshafen ist eine Stadt, die buchstäblich auf Sand und Schluff gebaut wurde — geprägt vom Rhein und seinen wechselnden Flussläufen. Der urbane Aufschwung ab dem 19. Jahrhundert, befeuert durch die BASF, hat der Stadt ein dichtes Geflecht aus Industriebauten, Hafenanlagen und Wohnquartieren auf einem Untergrund beschert, der geotechnisch alles andere als homogen ist. Für jede Neubau- oder Sanierungsmaßnahme ist die Kenntnis der genauen Korngrößenverteilung essentiell. Mit unserer Korngrößenanalyse, die Siebung und Hydrometer kombiniert, liefern wir seit Jahren präzise Kennwerte für die Bemessung von Gründungen in Ludwigshafen. Vor allem in den rheinnahen Stadtteilen wie Mundenheim oder Rheingönheim ergänzt die Analyse oft unsere Sondierungen mit SPT, um die Tragfähigkeit und das Setzungsverhalten der anstehenden Sedimente sicher zu bewerten.
Die Korngrößenanalyse ist mehr als eine Kurve — sie ist der Fingerabdruck des Baugrunds und entscheidet über Drainagefähigkeit und Verdichtbarkeit.
Häufige Fragen
Was kostet eine Korngrößenanalyse in Ludwigshafen?
Für eine kombinierte Sieb- und Hydrometeranalyse liegen die Kosten üblicherweise zwischen 110 und 170 Euro pro Probe, abhängig vom Feinkornanteil und dem Aufwand der Probenaufbereitung.
Wie lange dauert das Ergebnis aus dem Labor?
Die reine Siebung kann oft am Folgetag vorliegen. Die vollständige Analyse mit Hydrometer-Verfahren benötigt aufgrund der Sedimentationszeiten in der Regel zwei bis drei Werktage.
Warum ist die Hydrometer-Methode in Ludwigshafen so wichtig?
Weil der Boden hier sehr feinkornreich ist. Die Rheinsedimente enthalten viel Schluff und Ton; ohne Hydrometer bleibt dieser Anteil unter 0,063 mm unbekannt, was die Frost- und Setzungsbeurteilung unmöglich macht.
Kann man aus der Kornverteilung den kf-Wert berechnen?
Ja, eine Abschätzung des Wasserdurchlässigkeitsbeiwerts ist nach Hazen oder Beyer möglich. Für eine exakte Bemessung empfehlen wir aber ergänzend einen direkten Feldversuch.
Welche Probenmenge benötigt das Labor?
Das hängt vom Größtkorn ab. Für typische Sand-Schluff-Gemische aus Ludwigshafen reichen meist etwa 500 bis 1000 Gramm gestörtes Material. Bei kiesigen Proben benötigen wir entsprechend mehr.